Bonsai klettern

Während meiner jahrzehntelangen Erfahrung als Baumpfleger, hatte ich kürzlich eine Premiere zu verzeichnen: Erstmals durfte ich 4. „Bonsai“ klettern und pflegen.

Die vier Linden von Herrn Urs Fueter, stehen auf einer Dachterrasse, inmitten der Altstadt von Bern. Dieser versteckte Dachgarten ist zweifelsohne eine ganz spezielle und einmalige grüne Oase der Stadt Bern. Seit 2013, als Herr Urs Fueter, den gesamten Dachgarten zum 2. Mal in der Geschichte des Fueter-Hauses neu anlegen und bepflanzen liess, gedeihen dort Pflanzen und sogar Bäume und bieten inzwischen ein äusserst wertvolles Rückzugsgebiet und Lebensraum für viele verschiedene Vogel- sowie Insektenarten. Für mich als Baumpfleger, gilt die Aufmerksamkeit aber vor allem den vier, zwischen 6 und 8 Meter grossen Winterlinden. Jeder von ihnen steht, in den speziell angefertigten Pflanzkübeln, rund 3m³ Wurzelraum zur Verfügung. Da eine Baumart wie die Winterlinde (Tilia cordata) welche gut und gerne 25m gross werden kann, mit einem beschränkten Wurzelraum von „nur“ 3m³ auskommen muss, gilt es, wie bei Bonsai, dem Boden ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Bei den Bonsai ist es so, dass man Jungbäume jährlich und ältere Bäume spätestens alle 2 Jahre umtopft und sie in neues, frisches Substrat pflanzt. Wie man sicherlich nachvollziehen kann, zeigten die Winterlinden nach gut 8jähriger Standzeit bereits offensichtliche Mangelerscheinungen. Der Boden war sozusagen bereits „ausgelutscht“. Insbesondere das wichtigste Hauptnährelement Stickstoff, war kaum noch vorhanden. Auch handelsüblicher Kunstdünger konnte die Symptome einer unzureichenden Nährstoffversorgung nicht beheben, worauf sich Herr Fueter an HappyTreeFriends Baumpflege wandte. Durch ein Substratgemisch, welches ich auf die artspezifischen Bedürfnisse abgestimmt und mit den fehlenden Nährelemente angereichert hatte, wurde den Linden neue „Nahrung“ eingeflösst, um sie schnellstmöglich zu stärken und ihre Vitalität zu fördern.

Ein sanfter Pflegeschnitt rundete die Massnahmen ab.

Vielen Dank, werter Herr Fueter, es ist mir ein grosses Privileg, mich um Ihre vier Linden kümmern zu dürfen und ich werde auch weiterhin mein Bestes geben – für die Gesundheit und den Erhalt Ihrer höchst bemerkenswerten Bäume.

Mehr zum Fueter-Haus finden Sie hier: Hommage an Willy Fueter

„Klima-Notfall“: Tausende Wissenschaftler schlagen Alarm

Ich möchte hier erstmals ein äusserst eindrücklicher Bericht von t-online.de vom 28.7.21 posten. Thematisiert wird der Klimawandel und dessen „nicht-lebbaren“ Folgen:

Bereits 2019 warnten tausende Wissenschaftler aus 150 Ländern vor dem „Klima-Notfall“. Nun wiederholten sie ihren Appell: Die Menschheit muss ihr Verhalten rasch ändern.

Rund zwei Jahre, nachdem mehr als zehntausend Wissenschaftler aus rund 150 Ländern gemeinsam einen weltweiten „Klima-Notfall“ erklärt hatten, haben sie diesen nun erneut betont und sofortige Veränderungen gefordert.

Diese Veränderungen seien dringlicher denn je, um das Leben auf der Erde zu schützen, heißt es in einem im Fachjournal „BioScience“ veröffentlichten Artikel. Zu den ursprünglich rund 11.000 Wissenschaftlern, darunter 871 Forscher deutscher Universitäten und Institute, seien noch einmal mehr als 2.800 weitere Unterzeichner hinzugekommen.

2020 zweitheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

Seit der ursprünglichen Erklärung des „Klima-Notfalls“ 2019 hätten zahlreiche Ereignisse wie Flut-Katastrophen, Waldbrände und Hitzewellen deutlich gemacht, welche Konsequenzen es habe, wenn auf der Erde einfach weitergemacht werde wie bisher, hieß es. 2020 sei beispielsweise das zweitheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Im April 2021 sei die Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre so hoch gewesen wie noch nie seit Beginn von Messungen. Die Forscher fordern unter anderem ein absehbares Ende der Verwendung von fossilen Brennstoffen sowie einen besseren Schutz der Artenvielfalt.

„Die extremen Klima-Ereignisse und Muster, die wir in den vergangenen Jahren – und sogar nur in den vergangenen Wochen – beobachtet haben, unterstreichen die gestiegene Dringlichkeit, mit der wir die Klimakrise angehen müssen“, erklärte Ko-Autor Philip Duffy vom Woodwell Climate Research Center im US-Bundesstaat Massachusetts.

„Wir müssen unser Handeln rasch ändern“

„Es gibt wachsende Anzeichen dafür, dass wir uns Wendepunkten von verschiedenen Systemen der Erde – wie den Warmwasser-Korallenriffen, dem Amazonas-Regenwald und der Eisdecke der West-Antarktis und Grönlands – nähern oder diese sogar schon überschritten haben“, betont Ko-Autor William Ripple von der Oregon State University. „Wir müssen unser Handeln rasch ändern, und Klima-Vorgaben sollten Teil der Corona-Wiederaufbaupläne sein, wo immer das möglich ist.“

Bereits 2019 hatten die Wissenschaftler gewarnt: Wenn sich das menschliche Verhalten, das zu Treibhausgasausstoß und anderen den Klimawandel begünstigenden Faktoren führt, nicht grundlegend und anhaltend verändere, sei „unsägliches menschliches Leid“ nicht mehr zu verhindern. Zwei Jahre davor hatten Wissenschaftler bereits einen ähnlichen Beitrag initiiert.

hier finden Sie den Originalartikel.

 

Ein weiterer Artikel von t-online.de von heute, dem 5.8.21 beschreibt die aktuelle Hitzewelle im Südosten Europas:

Das Inferno ist da

Die Luft schmeckt wie Pudding. Jeder Atemzug kostet Anstrengung. Die Haut fühlt sich an, als würde sie geröstet. Jeder Schritt ist mühsam, das Denken wird zu einem zähen Brei, der zu einem einzigen sehnsüchtigen Gedanken gerinnt: trinken! Wer dann keine Wasserflasche zur Hand hat und keinen Schatten findet, empfindet Verzweiflung, die sich binnen Minuten zur Panik steigern kann: Ich muss hier weg!

So fühlt es sich an, wenn man mehr als 50 Grad Celsius ausgesetzt ist. Die Hitze traf mich wie ein Faustschlag ins Gesicht, als ich vor 16 Jahren durch die libysche Wüste fuhr. Bei geöffneten Autofenstern und Fahrtwind war sie erträglich, aber als der Jeep dann stehen blieb, als ich ausstieg und in die gleißende Sonne trat, da erlebte ich am eigenen Leib, welche brutale Wirkung die Sonne entfalten kann, wenn sie einen Landstrich aufheizt. Selbst wenn mal ein paar Regentropfen fallen, verdunsten sie augenblicklich, der benetzte Boden bricht wie eine Kruste auf, jedes Pflänzlein verdorrt.

Was ich vor 16 Jahren in der Sahara erfuhr, könnten wir bald auch in Europa erleben. Die Erderhitzung beschert uns immer öfter Extremwetter, die Durchschnittstemperaturen klettern höher und höher, und wir tun viel zu wenig dagegen. Die Menschen in den Mittelmeerländern bekommen in diesen Tagen einen Vorgeschmack von dem Inferno, das nicht nur Afrikanern, Amerikanern und Australiern, sondern auch uns Europäern bald regelmäßig droht. In Griechenland werden 47 Grad Celsius gemessen, ganze Landstriche verdorren. Schon der Funke einer Zigarette genügt, um eine Flammenhölle zu entfachen. In den Vororten von Athen wüten Wald- und Buschbrände, beißender Qualm durchzieht die Stadt, Ascheflocken wirbeln durch die Luft. Auch auf dem Peloponnes und auf Urlaubsinseln wie Rhodos und Kos brennt es lichterloh, Hunderte Häuser sind in Flammen aufgegangen. „Es ist ein Albtraumbrand“, sagt Regierungschef Kyriakos Mitsotakis.

In der Türkei ist die Lage ebenfalls außer Kontrolle geraten. An der Westküste lodern zahlreiche Brände, einige bedrohen Touristenhotels, ein anderer erfasst ein Kohlekraftwerk. „Die Situation ist sehr ernst“, warnt der Bürgermeister der Stadt Milas nahe der Ägäis. In Italien hat die Region Molise wegen der Buschfeuer den Notstand beantragt. In Sizilien kämpfen Feuerwehrleute Tag und Nacht gegen die Flammen. Gestern hat die EU-Kommission Flugzeuge, Hubschrauber und Brandexperten nach Griechenland, Italien, Albanien und Nordmazedonien geschickt. Europa kämpft gegen das Inferno.

Nicht jedes Buschfeuer ist eine unmittelbare Folge der Klimakrise, aber die Erderhitzung steigert das Risiko unkontrollierbarer Brände – keinesfalls nur in fernen Ländern, sondern auch hierzulande. Experten des Umweltbundesamts sagen für die kommenden Jahrzehnte ein steigendes Waldbrandrisiko in Deutschland voraus. Die Gründe liegen im Wesentlichen in erhöhten Temperaturen und Trockenheit. 

Berechnungen des Weltklimarats zufolge werden Hitzewellen, Dürren und Starkregen massiv zunehmen. Nicht nur auf ohnehin gebeutelte Länder wie Griechenland kommen dann Kosten von Hunderten Milliarden Euro zu. Es scheint nicht mehr undenkbar, dass ganze Staaten durch die Extremwetterschäden in die Pleite schlittern. Zerstörte Stadtviertel, die nicht mehr aufgebaut werden können, verlassene Felder, Zonen ohne staatliche Kontrolle: Was wir derzeit nur aus gescheiterten Staaten wie dem Südsudan oder dem Libanon kennen, ist künftig auch in Europa vorstellbar.

Und der Planet heizt sich immer weiter auf. „Im Prinzip müssen wir uns jedes Jahr auf neue Temperaturrekorde einstellen“, sagt der Klimaforscher Thomas Jung vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Watson. „Wenn man das einmal losgetreten hat, muss man lernen, damit zu leben.“ Das CO2 aus der Atmosphäre herauszubekommen oder die Wärme aus dem Ozean, funktioniere nicht so schnell. „Wenn man den Ausstoß der Treibhausgase heute auf null runterfahren würde, würde dieser Prozess trotzdem weitergehen“, erklärt der Experte. „Der bisherige Klimawandel führt dazu, dass Extremwetterereignisse bis zu vier Grad Celsius heißer ausfallen als in präindustriellen Zeiten.“ Und das sei erst der Anfang der Erwärmung: „Wenn man in die Zukunft schaut, kann man gern noch einmal sieben, acht oder neun Grad auf die jetzigen Temperaturen draufpacken. Da kommt man dann in Bereiche, wo man an die 50 Grad erreicht.“ Schon in den nächsten 30 Jahren werden wir in einer anderen Welt leben als heute: „Wenn es so heiß und auch feucht wird, dass Schwitzen uns nicht mehr kühlt, ist das auch für den fittesten Menschen nicht lebbar.“

„Nicht lebbar“: Welch eine Formulierung. Sie klingt wie aus einem Backofen. Trotzdem machen fast alle Regierungen rund um den Globus immer noch zu kleine Schritte beim Klimaschutz, lassen sich viele Menschen nicht von ihrem gewohnten Konsumtrott abbringen: Morgens mit dem SUV ins Büro, Billigklamotten aus Asien shoppen, täglich Fleisch auf dem Teller, Fernreisen mit dem Flieger. Kaum sind die Länder Europas aus dem Corona-Lockdown herausgekommen, schießen die CO2-Emissionen wieder in die Höhe. Verhindern lässt sich der Temperaturanstieg nicht mehr, aber es macht einen gewaltigen Unterschied, ob er anderthalb, zwei oder noch mehr Grad im weltweiten Durchschnitt beträgt. Es ist der Unterschied zwischen einem Backofen und der Hölle.

Wir müssen unser Verhalten schnellstens ändern, um das Schlimmste zu verhindern: Das ist der glasklare Appell, den mehr als 14.000 Wissenschaftler soeben veröffentlicht haben. Was zu tun ist, ist seit Langem bekannt. Klimaschutz als höchste Priorität im Regierungshandeln und auf jedem internationalen Gipfeltreffen. Schnell raus aus der Kohleverbrennung. Windräder und Solaranlagen bauen, auch gegen Widerstände. Wärmedämmung und moderne Heizungen für alle Gebäude. Busse, Bahnen und Fahrradwege statt Blechlawinen in den Städten. Die biologische Landwirtschaft viel stärker fördern. Die absurde EU-Politik stoppen, die den Bau von Kohlekraftwerken in Südafrika und die Abholzung des Regenwalds in Südamerika fördert. 

All das und vieles mehr ist nötig. Es kostet Unsummen und verlangt jedem Einzelnen enorme Umgewöhnung ab. Doch die gute Nachricht ist: Wir können es schaffen, noch haben wir es in der Hand. Das darf man die Parteien im Bundestagswahlkampf gern wissen lassen. 50 Grad Hitze sollten wir uns nicht antun.

Originalartikel.

Portrait – Ihre Majestät

Die Arve (Pinus cembra) im Süd-/Tirol auch als „Zirbe“ bekannt, gilt als „Königin“ der oberen Waldgrenze und kann weit mehr als 500 Jahre alt werden. Sie ist seit Jahrhunderten für ihre beruhigenden, ätherischen Öle bekannt.

Königin der oberen Waldgrenze ist sie, da sie neben der Lärche (Larix decidua) und der Bergföhre (Pinus mugo) in sehr grossen Höhen zu finden ist. In der Regel wächst sie in den Alpen zwischen 1500 und 2500 müM. 2015 hat Urs-Beat Brändli von der WSL eine 220cm grosse Arve am Nordhang des Gronergrats auf 2765! müM gefunden. Dies ist somit der höchstgelegene Baum der Schweiz.

Da die Arve in den obersten Höhenlagen ihr Verbreitungsgebiet hat und dort die Vegetationsperiode entsprechend kurz ist, wachsen Arven dementsprechend langsam und können darum sehr alt werden. Exemplare mit einem Alter von bis 500 Jahre sind keine Ausnahme, wobei im Val Chamuera heute noch bis 800! Jahre alte Exemplare stehen.

Ätherisches Öl der Arve verlängert das Leben. In einer Studie – erst 2010 publiziert – mit 6500 Versuchspersonen wurde im Zeitraum von 1975 – 1995 herausgefunden, dass die Versuchspersonen mittleren Alters, die 1975 die geringste Herzfrequenz hatten, nur halb so viele Sterbefälle bis 1995 zeigten als Versuchspersonen mit hoher Herzfrequenz. Im Durchschnitt ersparte sich jede Versuchsperson welche in einem Arvenholzbett schlief, 3500! Herzschläge pro Nacht! Das Arvenholz führt nicht nur zu einem erholsameren Schlaf, der Körper regeneriert zu dem auch noch besser: der Vagus ist der wichtigste Nerv des parasympathischen Nervensystems, der auch das Herz versorgt. Erst vor wenigen Jahren wurde entdeckt, dass der Vagus nicht nur für das Herz von grösster Bedeutung ist, sondern zudem auch noch Entzündungen im Körper löschen kann. Die ätherischen Öle der Arve unterstützten und fördern also auch unser Immunsystem.

Ca. 300 Jahre altes Prachtsexemplar einer Arve (Pinus cembra) im Unterengadin.

Vergangenen Winter suchte ich erneut meinen absoluten Lieblingsbaum auf, welchen ich bereits Jahre zuvor auf einer meiner Wanderungen gefunden hatte. Diese höchst bemerkenswerte und wunderschöne Arve wächst auf rund 2300 müM im schönen Val S-charl und thront majestätisch auf einem Felsen.

Ihre Majestät – für mich der schönste Baum der Welt!

Angesichts ihrer Höhenlage und ihres Standorts schätze ich „Ihre Majestät“ auf rund 300 Jahre.

Für mich ist sie der schönste und eindrücklichste Baum den ich je gesehen habe!

 

Leider steht es um die Arven nicht gut, denn der Klimawandel setzt auch ihr mächtig zu.

Ein weiterer Neozot in der Schweiz angekommen

Neozoen wie z.B: der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis), der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis), der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) oder auch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sowie die marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys), usw. sind gebietsfremde, exotische Problemtiere, welche durch natürliche Barrieren (Meere, Gebirge, Wüsten) an einer unkontrollierten Ausbreitung gehindert wurden. Mit den wachsenden Güter- und Personenströmen kommen darum vermehrt exotische Tierarten in neue Regionen der Welt. Ein Hoch auf die Globalisierung: hip-hip-hurra!

Japankäfer sammeln sich zum Fressen gerne in Gruppen an und fressen die Pflanzen von oben nach unten ab. Zum Teil fressen die Käfer einzelne Pflanzen komplett kahl. Bei Blättern fressen die Japankäfer vor allem das Gewebe zwischen den Blattnerven, was zu einem skelettartigen Aussehen führt.

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist wie der Name schon sagt, in Japan einheimisch. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er nach Nordamerika und Kanada verschleppt, wo er sich rasant ausbreitete und seither jährliche Ernteeinbussen von mehreren hundert Millionen US$ verursacht! In Europa wurde er erstmals in den 70-er Jahren auf den Azoren gefunden, wo er sich trotz Tilgungsmassnahmen erfolgreich ansiedeln konnte.

2017 wurde er erstmals in Norditalien gefunden. Im Sommer 2020 wurde er dann im Süden des Tessins festgestellt.

Der Japankäfer verursacht beträchtliche Schäden an verschiedensten Pflanzen (mehr als 300 Arten), darunter auch viele Kulturpflanzen wie Apfel, Steinobst, (Wein)Traube, Erd- sowie Brom- und Himbeere, Spargel, Rhabarber, Mais und Soja. Auch einheimische Baumarten wie Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Edelkastanie, Lärche, Linde, Pappel, Platane, Rosskastanie, Ulme und Weide stehen auf seinem Speiseplan.

Aufgrund der verheerenden Schäden die er verursacht, gilt der Japankäfer in der Schweiz und der EU als Quarantäneorganismus und ist somit meldepflichtig, muss also zwingend bekämpft werden.

Ein in der Schweiz zugelassenes Insektizid gibt es bis anhin noch nicht. Das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung Agroscope arbeitet aber an einem entsprechenden Mittel, basierend auf entomopathogenen Pilzen. (Enthomopathogen = Fähigkeit eines Organismus Insekten zu befallen, zu töten und sich von ihnen zu ernähren)

Der adulte Japankäfer ist zwischen 8-12mm gross und ähnelt in Erscheinung sehr unserem Gartenlaubkäfer (Phyllopherta horticola). Er unterscheidet sich aber wesentlich mit seinem gold-grün schimmernden Halsschild und den fünf weissen Haarbüscheln an jeder Seite vom Hinterleib, sowie den zwei weissen Haarbüschel am Abdomen, vom einheimischen Gartenlaubkäfer.

Japankäfer (Popillia japonica)

Gartenlaubkäfer (Phyllopherta horticola)

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie diesen Käfer hier bei uns, nördlich der Alpen sichten, verständigen Sie bitte unverzüglich die kantonalen Pflanzenschutzdienste.

Mehr Informationen dazu finden Sie bei Agroscope.

Insekten sind unerlässlich für ein funktionierendes Ökosystem

Weltweites Insektensterben!

Insekten sind die artenreichste Klasse im Tierreich. Weltweit sind 60 Prozent aller Tierarten Insekten. Das Verschwinden von Insekten hat somit einen massiven Einfluss auf das Überleben anderer Arten. Das Insektensterben ist ein alarmierendes Zeichen für den allgemeinen Verlust an Biodiversität. Dieser Verlust bedroht unsere Lebensgrundlage.

Durch die Zersiedelung und intensive Landwirtschaft wurden in den letzten Jahrzenten viele Lebensräume zerstört. Pro Natura hat mit über 700 Naturschutzgebieten ein dichtes Netz von Lebensräumen mit einer Gesamtfläche von rund 250 km2 für Insekten gesponnen (das sind 0.6% der Fläche der Schweiz). Helfen auch Sie uns dabei, Lebensräume für Insekten zu schützen!

copyright ProNatura

copyright: Pro Natura

In der Schweiz gelten bereits 163 Insektenarten als ausgestorben! Der massive Rückgang der Insekten hat, je nach Art und Lebensraum, verschiedene Ursachen:

Hauptgründe für das Insektensterben sind die intensive Landwirtschaft, der massive Einsatz von Pestiziden sowie die Zerstörung der Lebensräume. Die Lichtverschmutzung und der Klimawandel sind weitere wichtige Gründe.

Landwirtinnen und Landwirte, die nach biologischen Grundsätzen arbeiten, wissen, dass Insekten in der Landwirtschaft unersetzlich sind: Wildbienen bestäuben Kirschen und Florfliegenlarven fressen Blattläuse und tragen so zur Sicherung der Produktion bei. In der konventionellen Landwirtschaft braucht es ein Umdenken: mehr Biodiversitätsausgleichsflächen, mehr Buntbrachen und weniger Pestizide. Dies schont nicht nur die Natur, sondern auch das Portemonnaie der Bäuerinnen und Bauern. Auch am Markt bewährt sich nämlich die biologische Landwirtschaft: Der Absatz von biologisch produzierten Lebensmitteln steigt seit Jahren stetig (während des 1. Corona-Lockdowns stieg die Nachfrage nach Bioprodukten um 30%!).

Strike for Future

HappyTreeFriends Baumpflege steht nicht nur für eine naturnahe und umweltschonende Baumpflege ein, wir machen uns auch stark für den Klimaschutz. Daher begrüssen und unterstützen wir Bewegungen wie „Strike for Future“ und helfen an der Aktionswoche „Trees for Future“ mit.

Das aktuelle System hat versagt

Aufgrund unseres Wirtschaftssystems, welches auf unbegrenztem Wachstum basiert, zeigen Regierungen, Grosskonzerne und Finanzinstitutionen kein Interesse daran, diese Krisen ernsthaft anzugehen. Die parlamentarische Politik ist aufgrund ihrer Demokratiedefizite nicht befähigt, eine Antwort zu liefern.

Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisen, die das kapitalistische System erzeugt, können nicht innerhalb des Systems gelöst werden. Wir brauchen eine tiefgreifende Veränderung.

Kunstdünger und Pestizide – zwei gravierende Irrtümer der Menschheit

Kunstdünger ist eine Erfindung von Justus von Liebig (1803 – 1873, Begründer der Agrochemie) und setzt sich ausschliesslich aus verschiedensten Salzen zusammen. Salz ist bekanntlich sehr gut feuchtigkeitsbindend (Wasser). Diese „Nährsalze“ entziehen dem Boden also Feuchtigkeit. Wasser ist nicht nur für Mensch, Tier und Pflanzen lebensnotwendig, auch die Mikroorganismen im Boden sind davon abhängig (Nahrungsaufnahme + Fortbewegung). Kunstdünger entzieht dem Bodenleben also nicht nur sein zweitwichtigstes Element und nimmt ihm damit eine entscheidende Lebensgrundlage, er macht ihm zusätzlich auch die Nahrung streitig, da man durch das Ausbringen von Kunstdünger dem Boden keine organische Materie zuführt. Die Bodenlebewesen verhungern! Kunstdünger fügt dem Boden also langfristig keine Nährstoffe hinzu, im Gegenteil, er verdrängt und tötet stattdessen die so extrem wichtigen Mikroorganismen im Boden und verhindert damit eine „Einbindung“ (Speicherung) von Nährstoffen. Der Boden verarmt. Zudem gibt Kunstdünger kontinuierlich „Nährsalze“ ab, ob sie nun von der Pflanze benötigt werden oder nicht. Der Überschuss wird unaufhaltsam ins Grundwasser ausgewaschen, gelangt in unsere Seen, in die fliessenden Gewässer und schlussendlich in die Meere.

Selbst Justus von Liebig erkannte das, widerrief am Ende seiner Karriere sein „Lebenswerk“ und benutzte nur biologisch-organischen Dünger im eigenen Garten!

Pestizide hingegen, sind nicht so „harmlos“ wie Kunstdünger, sie sind, im wahrsten Sinne des Wortes „Chemiekeulen“! Nur die allerwenigsten Pestizide wirken auf einen spezifischen Schaderreger (Pathogen), sondern vernichten praktisch immer auch noch andere, nützliche Mikroorganismen! Unsere Böden (Landwirtschaftsflächen) verarmen durch den Kunstdünger nicht nur, sie werden darüber hinaus noch durch Pestizidmissbrauch sterilisiert! Und auch hier werden alle Rückstände ausgewaschen und landen schlussendlich im Meer.

Aus meiner Sicht als leidenschaftlicher und umweltbewusster Baumpfleger, ist es demnach das einzig Richtige, die Pestizidinitiative vom 13. Juni 2021 gut zu heissen, auch wenn sie unser Problem der Umweltverschmutzung nicht lösen wird, ist sie ein Anfang und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Schwarzes Gold für Ihren Garten

Verora’s Schwarzerde (Terra Preta) ist der mit Abstand beste Pflanzendünger, den es gibt! Der streng kontrollierte und gelenkte Kompostierungsprozess garantiert eine bestmögliche „Einbindung“ von Nährstoffen und ist zudem hochaktiv an bodenverbessernden Mikroorganismen. Die darin enthaltene Pflanzenkohle speichert nicht nur alle wichtigen Nährstoffe, sie reguliert und optimiert zudem noch den Wasser-/ Lufthaushalt im Boden (Wasserspeicher in trockenen Böden/ Luftspeicher in schweren, nassen Böden).

Genau wie bei uns Menschen, ist auch bei den Pflanzen eine ausgewogene und gesunde Ernährung unabdingbar für ein gesundes Wachstum und hohe Resistenz gegenüber Krankheiten. Schwarzerde ist genau diese „Nahrung“ für jegliche Art von Pflanzen. Ich setze sie sogar bei meinen Zimmerpflanzen ein!

Seit nun gut zwei Jahren setze ich Verora’s Schwarzerde erfolgreich bei Pflanzungen und Standortverbesserungen ein. Ich konnte beobachten, dass die gepflanzten Bäume und Sträucher viel besser angewachsen und auch viel vitaler sind. Ausserdem sind diese Pflanzen auch viel resistenter gegenüber Blattkrankheiten (Mehltau, Schorf etc.) und Schädlingen (Läusen, Wanzen, Dickmaulrüssler, etc.).

Beziehen können Sie dieses schwarze Gold für Ihren Garten bei mir in Bern. Die gewünschten Mengen liefere ich sogar emissionsfrei mit dem Fahrrad direkt zu Ihnen nach Hause.

Empfohlene Ausbringungsmenge: 3-7 Liter/m2.

Mehr Informationen zur Schwarzerde finden Sie direkt auf der Webseite von Verora GmbH. (Unbezahlte Werbung)

Plant a Tree – protect the Sea

Hurra!! Der Frühling steht vor der Tür! Da der Blattaustrieb begonnen hat und die Bäume alle eingelagerten Reserven mobilisieren, sind sie in dieser Phase besonders verletzlich und sollten darum nicht mehr beschnitten werden.

Die Schnittsaison geht zu Ende – die Pflanzsaison beginnt!

HappyTreeFriends Baumpflege ist stolzer Sponsor von SeaShepherd. In unserer Frühlingsaktion spenden wir 20% der Einnahmen von jedem gepflanzten Baum an SeaShepherd – zur Unterstützung und zum Schutz der Weltmeere und deren Bewohner.

In Memoriam of Dr. Seuss

I am the Lorax. I…

In Gedenken an Theodor Seuss Geisel. Ted Geisel, auch unter seinem Künstlername „Dr. Seuss“ bekannt, war einer der grössten Kinderbuchautoren unserer Zeit. Er ist der Erfinder von vielen Kinderbüchern welche später verfilmt wurden wie z.B: „Horton hört ein Hu!“, „Der Grinch“ oder meinem Held: „Der Lorax“.

„I am the Lorax. I speak for the trees. I speak for the trees, for the trees have no tongues…“

The Lorax – Dr. Seuss

Kinderbuch „Der Lorax“, Übersetzung aus dem Englischen: ISBN: 978-3888977596