Portrait – Ihre Majestät

Die Arve (Pinus cembra) im Süd-/Tirol auch als „Zirbe“ bekannt, gilt als „Königin“ der oberen Waldgrenze und kann weit mehr als 500 Jahre alt werden. Sie ist seit Jahrhunderten für ihre beruhigenden, ätherischen Öle bekannt.

Königin der oberen Waldgrenze ist sie, da sie neben der Lärche (Larix decidua) und der Bergföhre (Pinus mugo) in sehr grossen Höhen zu finden ist. In der Regel wächst sie in den Alpen zwischen 1500 und 2500 müM. 2015 hat Urs-Beat Brändli von der WSL eine 220cm grosse Arve am Nordhang des Gronergrats auf 2765! müM gefunden. Dies ist somit der höchstgelegene Baum der Schweiz.

Da die Arve in den obersten Höhenlagen ihr Verbreitungsgebiet hat und dort die Vegetationsperiode entsprechend kurz ist, wachsen Arven dementsprechend langsam und können darum sehr alt werden. Exemplare mit einem Alter von bis 500 Jahre sind keine Ausnahme, wobei im Val Chamuera heute noch bis 800! Jahre alte Exemplare stehen.

Ätherisches Öl der Arve verlängert das Leben. In einer Studie – erst 2010 publiziert – mit 6500 Versuchspersonen wurde im Zeitraum von 1975 – 1995 herausgefunden, dass die Versuchspersonen mittleren Alters, die 1975 die geringste Herzfrequenz hatten, nur halb so viele Sterbefälle bis 1995 zeigten als Versuchspersonen mit hoher Herzfrequenz. Im Durchschnitt ersparte sich jede Versuchsperson welche in einem Arvenholzbett schlief, 3500! Herzschläge pro Nacht! Das Arvenholz führt nicht nur zu einem erholsameren Schlaf, der Körper regeneriert zu dem auch noch besser: der Vagus ist der wichtigste Nerv des parasympathischen Nervensystems, der auch das Herz versorgt. Erst vor wenigen Jahren wurde entdeckt, dass der Vagus nicht nur für das Herz von grösster Bedeutung ist, sondern zudem auch noch Entzündungen im Körper löschen kann. Die ätherischen Öle der Arve unterstützten und fördern also auch unser Immunsystem.

Ca. 300 Jahre altes Prachtsexemplar einer Arve (Pinus cembra) im Unterengadin.

Vergangenen Winter suchte ich erneut meinen absoluten Lieblingsbaum auf, welchen ich bereits Jahre zuvor auf einer meiner Wanderungen gefunden hatte. Diese höchst bemerkenswerte und wunderschöne Arve wächst auf rund 2300 müM im schönen Val S-charl und thront majestätisch auf einem Felsen.

Ihre Majestät – für mich der schönste Baum der Welt!

Angesichts ihrer Höhenlage und ihres Standorts schätze ich „Ihre Majestät“ auf rund 300 Jahre.

Für mich ist sie der schönste und eindrücklichste Baum den ich je gesehen habe!

 

Leider steht es um die Arven nicht gut, denn der Klimawandel setzt auch ihr mächtig zu.

Ein weiterer Neozot in der Schweiz angekommen

Neozoen wie z.B: der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis), der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis), der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) oder auch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sowie die marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys), usw. sind gebietsfremde, exotische Problemtiere, welche durch natürliche Barrieren (Meere, Gebirge, Wüsten) an einer unkontrollierten Ausbreitung gehindert wurden. Mit den wachsenden Güter- und Personenströmen kommen darum vermehrt exotische Tierarten in neue Regionen der Welt. Ein Hoch auf die Globalisierung: hip-hip-hurra!

Japankäfer sammeln sich zum Fressen gerne in Gruppen an und fressen die Pflanzen von oben nach unten ab. Zum Teil fressen die Käfer einzelne Pflanzen komplett kahl. Bei Blättern fressen die Japankäfer vor allem das Gewebe zwischen den Blattnerven, was zu einem skelettartigen Aussehen führt.

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist wie der Name schon sagt, in Japan einheimisch. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er nach Nordamerika und Kanada verschleppt, wo er sich rasant ausbreitete und seither jährliche Ernteeinbussen von mehreren hundert Millionen US$ verursacht! In Europa wurde er erstmals in den 70-er Jahren auf den Azoren gefunden, wo er sich trotz Tilgungsmassnahmen erfolgreich ansiedeln konnte.

2017 wurde er erstmals in Norditalien gefunden. Im Sommer 2020 wurde er dann im Süden des Tessins festgestellt.

Der Japankäfer verursacht beträchtliche Schäden an verschiedensten Pflanzen (mehr als 300 Arten), darunter auch viele Kulturpflanzen wie Apfel, Steinobst, (Wein)Traube, Erd- sowie Brom- und Himbeere, Spargel, Rhabarber, Mais und Soja. Auch einheimische Baumarten wie Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Edelkastanie, Lärche, Linde, Pappel, Platane, Rosskastanie, Ulme und Weide stehen auf seinem Speiseplan.

Aufgrund der verheerenden Schäden die er verursacht, gilt der Japankäfer in der Schweiz und der EU als Quarantäneorganismus und ist somit meldepflichtig, muss also zwingend bekämpft werden.

Ein in der Schweiz zugelassenes Insektizid gibt es bis anhin noch nicht. Das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung Agroscope arbeitet aber an einem entsprechenden Mittel, basierend auf entomopathogenen Pilzen. (Enthomopathogen = Fähigkeit eines Organismus Insekten zu befallen, zu töten und sich von ihnen zu ernähren)

Der adulte Japankäfer ist zwischen 8-12mm gross und ähnelt in Erscheinung sehr unserem Gartenlaubkäfer (Phyllopherta horticola). Er unterscheidet sich aber wesentlich mit seinem gold-grün schimmernden Halsschild und den fünf weissen Haarbüscheln an jeder Seite vom Hinterleib, sowie den zwei weissen Haarbüschel am Abdomen, vom einheimischen Gartenlaubkäfer.

Japankäfer (Popillia japonica)

Gartenlaubkäfer (Phyllopherta horticola)

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie diesen Käfer hier bei uns, nördlich der Alpen sichten, verständigen Sie bitte unverzüglich die kantonalen Pflanzenschutzdienste.

Mehr Informationen dazu finden Sie bei Agroscope.

Insekten sind unerlässlich für ein funktionierendes Ökosystem

Weltweites Insektensterben!

Insekten sind die artenreichste Klasse im Tierreich. Weltweit sind 60 Prozent aller Tierarten Insekten. Das Verschwinden von Insekten hat somit einen massiven Einfluss auf das Überleben anderer Arten. Das Insektensterben ist ein alarmierendes Zeichen für den allgemeinen Verlust an Biodiversität. Dieser Verlust bedroht unsere Lebensgrundlage.

Durch die Zersiedelung und intensive Landwirtschaft wurden in den letzten Jahrzenten viele Lebensräume zerstört. Pro Natura hat mit über 700 Naturschutzgebieten ein dichtes Netz von Lebensräumen mit einer Gesamtfläche von rund 250 km2 für Insekten gesponnen (das sind 0.6% der Fläche der Schweiz). Helfen auch Sie uns dabei, Lebensräume für Insekten zu schützen!

copyright ProNatura

copyright: Pro Natura

In der Schweiz gelten bereits 163 Insektenarten als ausgestorben! Der massive Rückgang der Insekten hat, je nach Art und Lebensraum, verschiedene Ursachen:

Hauptgründe für das Insektensterben sind die intensive Landwirtschaft, der massive Einsatz von Pestiziden sowie die Zerstörung der Lebensräume. Die Lichtverschmutzung und der Klimawandel sind weitere wichtige Gründe.

Landwirtinnen und Landwirte, die nach biologischen Grundsätzen arbeiten, wissen, dass Insekten in der Landwirtschaft unersetzlich sind: Wildbienen bestäuben Kirschen und Florfliegenlarven fressen Blattläuse und tragen so zur Sicherung der Produktion bei. In der konventionellen Landwirtschaft braucht es ein Umdenken: mehr Biodiversitätsausgleichsflächen, mehr Buntbrachen und weniger Pestizide. Dies schont nicht nur die Natur, sondern auch das Portemonnaie der Bäuerinnen und Bauern. Auch am Markt bewährt sich nämlich die biologische Landwirtschaft: Der Absatz von biologisch produzierten Lebensmitteln steigt seit Jahren stetig (während des 1. Corona-Lockdowns stieg die Nachfrage nach Bioprodukten um 30%!).

Strike for Future

HappyTreeFriends Baumpflege steht nicht nur für eine naturnahe und umweltschonende Baumpflege ein, wir machen uns auch stark für den Klimaschutz. Daher begrüssen und unterstützen wir Bewegungen wie „Strike for Future“ und helfen an der Aktionswoche „Trees for Future“ mit.

Das aktuelle System hat versagt

Aufgrund unseres Wirtschaftssystems, welches auf unbegrenztem Wachstum basiert, zeigen Regierungen, Grosskonzerne und Finanzinstitutionen kein Interesse daran, diese Krisen ernsthaft anzugehen. Die parlamentarische Politik ist aufgrund ihrer Demokratiedefizite nicht befähigt, eine Antwort zu liefern.

Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisen, die das kapitalistische System erzeugt, können nicht innerhalb des Systems gelöst werden. Wir brauchen eine tiefgreifende Veränderung.

Kunstdünger und Pestizide – zwei gravierende Irrtümer der Menschheit

Kunstdünger ist eine Erfindung von Justus von Liebig (1803 – 1873, Begründer der Agrochemie) und setzt sich ausschliesslich aus verschiedensten Salzen zusammen. Salz ist bekanntlich sehr gut feuchtigkeitsbindend (Wasser). Diese „Nährsalze“ entziehen dem Boden also Feuchtigkeit. Wasser ist nicht nur für Mensch, Tier und Pflanzen lebensnotwendig, auch die Mikroorganismen im Boden sind davon abhängig (Nahrungsaufnahme + Fortbewegung). Kunstdünger entzieht dem Bodenleben also nicht nur sein zweitwichtigstes Element und nimmt ihm damit eine entscheidende Lebensgrundlage, er macht ihm zusätzlich auch die Nahrung streitig, da man durch das Ausbringen von Kunstdünger dem Boden keine organische Materie zuführt. Die Bodenlebewesen verhungern! Kunstdünger fügt dem Boden also langfristig keine Nährstoffe hinzu, im Gegenteil, er verdrängt und tötet stattdessen die so extrem wichtigen Mikroorganismen im Boden und verhindert damit eine „Einbindung“ (Speicherung) von Nährstoffen. Der Boden verarmt. Zudem gibt Kunstdünger kontinuierlich „Nährsalze“ ab, ob sie nun von der Pflanze benötigt werden oder nicht. Der Überschuss wird unaufhaltsam ins Grundwasser ausgewaschen, gelangt in unsere Seen, in die fliessenden Gewässer und schlussendlich in die Meere.

Selbst Justus von Liebig erkannte das, widerrief am Ende seiner Karriere sein „Lebenswerk“ und benutzte nur biologisch-organischen Dünger im eigenen Garten!

Pestizide hingegen, sind nicht so „harmlos“ wie Kunstdünger, sie sind, im wahrsten Sinne des Wortes „Chemiekeulen“! Nur die allerwenigsten Pestizide wirken auf einen spezifischen Schaderreger (Pathogen), sondern vernichten praktisch immer auch noch andere, nützliche Mikroorganismen! Unsere Böden (Landwirtschaftsflächen) verarmen durch den Kunstdünger nicht nur, sie werden darüber hinaus noch durch Pestizidmissbrauch sterilisiert! Und auch hier werden alle Rückstände ausgewaschen und landen schlussendlich im Meer.

Aus meiner Sicht als leidenschaftlicher und umweltbewusster Baumpfleger, ist es demnach das einzig Richtige, die Pestizidinitiative vom 13. Juni 2021 gut zu heissen, auch wenn sie unser Problem der Umweltverschmutzung nicht lösen wird, ist sie ein Anfang und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Schwarzes Gold für Ihren Garten

Verora’s Schwarzerde (Terra Preta) ist der mit Abstand beste Pflanzendünger, den es gibt! Der streng kontrollierte und gelenkte Kompostierungsprozess garantiert eine bestmögliche „Einbindung“ von Nährstoffen und ist zudem hochaktiv an bodenverbessernden Mikroorganismen. Die darin enthaltene Pflanzenkohle speichert nicht nur alle wichtigen Nährstoffe, sie reguliert und optimiert zudem noch den Wasser-/ Lufthaushalt im Boden (Wasserspeicher in trockenen Böden/ Luftspeicher in schweren, nassen Böden).

Genau wie bei uns Menschen, ist auch bei den Pflanzen eine ausgewogene und gesunde Ernährung unabdingbar für ein gesundes Wachstum und hohe Resistenz gegenüber Krankheiten. Schwarzerde ist genau diese „Nahrung“ für jegliche Art von Pflanzen. Ich setze sie sogar bei meinen Zimmerpflanzen ein!

Seit nun gut zwei Jahren setze ich Verora’s Schwarzerde erfolgreich bei Pflanzungen und Standortverbesserungen ein. Ich konnte beobachten, dass die gepflanzten Bäume und Sträucher viel besser angewachsen und auch viel vitaler sind. Ausserdem sind diese Pflanzen auch viel resistenter gegenüber Blattkrankheiten (Mehltau, Schorf etc.) und Schädlingen (Läusen, Wanzen, Dickmaulrüssler, etc.).

Beziehen können Sie dieses schwarze Gold für Ihren Garten bei mir in Bern. Die gewünschten Mengen liefere ich sogar emissionsfrei mit dem Fahrrad direkt zu Ihnen nach Hause.

Empfohlene Ausbringungsmenge: 3-7 Liter/m2.

Mehr Informationen zur Schwarzerde finden Sie direkt auf der Webseite von Verora GmbH. (Unbezahlte Werbung)

Plant a Tree – protect the Sea

Hurra!! Der Frühling steht vor der Tür! Da der Blattaustrieb begonnen hat und die Bäume alle eingelagerten Reserven mobilisieren, sind sie in dieser Phase besonders verletzlich und sollten darum nicht mehr beschnitten werden.

Die Schnittsaison geht zu Ende – die Pflanzsaison beginnt!

HappyTreeFriends Baumpflege ist stolzer Sponsor von SeaShepherd. In unserer Frühlingsaktion spenden wir 20% der Einnahmen von jedem gepflanzten Baum an SeaShepherd – zur Unterstützung und zum Schutz der Weltmeere und deren Bewohner.

In Memoriam of Dr. Seuss

I am the Lorax. I…

In Gedenken an Theodor Seuss Geisel. Ted Geisel, auch unter seinem Künstlername „Dr. Seuss“ bekannt, war einer der grössten Kinderbuchautoren unserer Zeit. Er ist der Erfinder von vielen Kinderbüchern welche später verfilmt wurden wie z.B: „Horton hört ein Hu!“, „Der Grinch“ oder meinem Held: „Der Lorax“.

„I am the Lorax. I speak for the trees. I speak for the trees, for the trees have no tongues…“

The Lorax – Dr. Seuss

Kinderbuch „Der Lorax“, Übersetzung aus dem Englischen: ISBN: 978-3888977596

Es ist noch Baumschnittsaison

Baumschnitt bzw. Kronenschnitt

Es ist noch Baumschnittsaison. Bäume und Sträucher sollten noch vor dem Knospenbruch (Blattaustrieb) geschnitten werden. Ausnahmen bilden hier Gehölze mit gekammertem Mark (hohler Kern) wie z.B Walnussbaum, Trompetenbaum, Holunder, Pfeifenstrauch, Forsythie, usw. Diese Gehölze schneidet man vorzugsweise im Sommer, da die Gefahr des zurückfrieren während den Wintermonaten besteht.

Gerade solche Gehölze mit gekammertem Mark sind sehr wertvolle Nistplätze für unsere Wildbienen! Sie können also einen eifachen aber wertvollen Beitrag zum Schutz von Wildbienen leisten, indem Sie ein paar senkrecht stehende, fingerdicke Stängel an den Pflanzen belassen (möglichst mit südlicher Ausrichtung). Wildbienen wie Keulhornbienen, Stängel-Mauerbienen sowie die kleinen Holzbienen werden es Ihnen danken.

Mehr Infos finden Sie hier: wildBee_Merkblatt-Wildbienenfoerderung_markstaengelbewohner.

Willkommen auf der neuen Website!

Die Baustelle ist abgeschlossen!

HappyTreeFriends mit neuem Erscheinungsbild, aber in altbekannter Qualität. Ich bedanke mich herzlich für die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten – ganz besonders bei der Firma Devaro GmbH und dem Fotografen Martin Bichsel, deren hervorragende Arbeit zweifelsohne für sich selbst spricht!

Ich freue mich sehr, auch weiterhin mein Bestes für die Bäume meiner geschätzen Kunden zu geben.